Pressemitteilung 14.4.2004
(for an english version see below)



Netzwerk jüdischer Frauen veranstaltet zweiten bundesweiten Kongress

Thema „Fremdbild - Selbstbild – Identität“

Das Netzwerk jüdischer Frauen lädt jüdische Frauen aller politischen und religiösen Ausrichtungen am 16./17. Mai 2004 zu seinem zweiten bundesweiten Kongress in München ein. Im Mittelpunkt zahlreicher Vorträge, Workshops und Diskussions­runden steht das Thema „Jüdische Frauen: Fremdbild, Selbstbild, Identität“, begleitet von einem kulturellen Rahmenprogramm. Erwartet werden namhafte Referentinnen aus dem In- und Ausland.

Das Netzwerk jüdischer Frauen e.V.i.Gr. versteht sich als ein Forum aller jüdischen Frauen, die Interesse an einem beruflichen und privaten Austausch und gegenseitiger Förderung haben.

Wie ein „Who is Who“ der jüdischen Frauenwelt liest sich die Referentinnenliste des zweiten bundesweiten Kongresses des Netzwerks jüdischer Frauen, das im Mai jüdische Frauen aller
Richtungen in die Israelitische Kultusgemeinde nach München einlädt:

Dr. Alice Brauner, Berlin; Rabbinerin Gesa Ederberg, Berlin/Weiden; Erica Fischer, Berlin; Hella Goldfein, München; Prof. Dr. Paula Hyman, Yale; Prof. Dr. Tal Ilan, Tel Aviv/Berlin; Rabbinerin Elisa Klapheck, Berlin; Charlotte Knobloch, München; Prof. Dr. Anne Lapidus Lerner, New York; Dr. Eva Lezzi, Berlin; Olga Mannheimer, München; Ellen Presser, München; Viola Roggenkamp, Hamburg; Gabrielle Rosenstein, Zürich; Rabbinerin Irit Shillor, London/Hannover; Rabbiner Bea Wyler, Oldenburg.

„Who is who“ – auch eine Umschreibung für das Thema des Kongresses: „Fremdbild – Selbstbild – Identität“ : Bilder jüdischer Frauen in der Geschichte und heute, in Kunst, Literatur, Film, in den Medien und in der Öffentlichkeit und last but not least auch in den eigenen Köpfen werden reflektiert. In den verschiedenen Vorträgen wird in die Thematik eingeführt und dann weitergehend in Workshops erarbeitet und in Diskussionsrunden erörtert.

Noch vielfältiger als die Bilder ist die Realität: Allein die Auswahl der Referentinnen und ihre unter­schiedlichen Positionen machen dies deutlich. Ein erklärtes Ziel der Veranstalterinnen, mit dem sie 2002 auf ihrem Gründungskongress in Berlin antraten, ist damit erreicht: „Dem Judentum in Deutschland ein facettenreiches weibliches Gesicht zu verleihen“. Eine weitere Heraus­forderung wird es sein, die Positionen der Frauen aus den unterschiedlichsten Kontexten zu einer Stimme zu bündeln um sich Gehör zu verschaffen. Das große Abschlusspodium des Kongresses zum Thema: „Perspektiven weiblicher jüdischer Identität“ wird die Chancen dieses Vorhabens diskutieren.

Neben dem interessanten Veranstaltungsprogramm wird aber auch der Netzwerkgedanke, die vielen Begegnungen und Gespräche am Rande, der Austausch von Visitenkarten und der gesellig-gesellschaftliche Aspekt der Veranstaltung die jüdischen Frauen locken: ‚Dieses Jahr im Mai nach München!'

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Zentralrat der Juden in Deutschland sowie unterstützt von der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Weitere Informationen und Anmeldung:
Netzwerk jüdischer Frauen e.V.i.Gr.
fon: 030 - 61 62 57 61
fax: 030 - 61 62 57 62 njfkongress2004@mediados.de


Press Release 4/14/2004

The Jewish Women's Network Conference 2004 in Munich

Date: Sunday, May 16th and Monday, May 17th 2004
Place: Israelitische Kultusgemeinde Munich

The “Other”, Self-Image and Identity

“To Munich!”: It‘s what many Jewish women are planning this May!

And no wonder. Like a “Who's Who” of Jewish women, the speaker list of the Second Federal Congress of the Jewish Women's Network presents an impressive array of talent and expertise:

Dr. Alice Brauner (Berlin); Rabbi Gesa Ederberg (Berlin/Weiden); Erica Fischer (Berlin); Hella Goldfein (Munich); Dr. Paula Hyman (Yale); Dr. Tal Ilan (Tel Aviv/Berlin); Rabbi Elisa Klapheck (Berlin); Charlotte Knobloch (Munich); Dr. Anne Lapidus Lerner (New York); Dr. Eva Lezzi (Berlin); Olga Mannheimer (Munich); Ellen Presser (Munich); Viola Roggenkamp (Hamburg); Gabrielle Rosen stein (Zurich); Rabbi Irit Shillor (London/Hanover); Rabbi Bea Wyler (Oldenburg).

“Who's Who.” It's also an alternative way to understand what this conference will address:

“the ‘Other', Self-Image and Identity.” Historical and contemporary images of Jewish women in art, literature, film, the media, the public and, perhaps most importantly, the images in our own mind will all be important focus points. Different lectures will provide an introduction to these and related issues and topics that will then be taken up in workshops and discussed in detail in panel discussions.

As diverse as those images might be, the reality is really much more. One of the stated goals of the first conference in 2002 was to work to “create a dynamic feminine presence in German Jewry.” The wide range of the speakers' perspectives at this year's conference shows our commitment to this project. After exploring the diversity, the real challenge will then be to discover the similarities shared among all the different voices and experiences in an attempt to find ways to give expression to Jewish women. Chances and limits of this project will be set out and thought through in the closing address of the conference entitled “The Prospects for Female Jewish Identity.”

Besides the event program, the other important mission of the conference is of course networking. Thus, the congress also provides an unsurpassed opportunity for us to come together, meet new people, exchange ideas, find new business contacts, and learn more about what's happening in the communities.

This event is being funded by the German Ministry of Family, Seniors, Women and Youth and the Zentralrat der Juden in Deutschland. Support also comes from the Israelitischen Kultusgemeinde Munich and Oberbayern.

Further Information:
Netzwerk jüdischer Frauen e.V.i.Gr.
fon: 030 - 61 62 57 61
fax: 030 - 61 62 57 62
njfkongress2004@mediados.de

 

 

aus: jüdisches berlin, Februar 2004

Netzwerk jüdischer Frauen

Erst knapp über ein Jahr ist das Netzwerk jüdischer
Frauen (NJF) alt. Doch schon heute können die
Beteiligten auf eine Zeit zurückblicken, die angefüllt
ist mit Ideen, Aktionen und natürlich einer Menge Arbeit.

Am Anfang stand der Wunsch, eine Plattform für
Jüdinnen in wichtigen beruflichen und institutionellen
Funktionen zu schaffen. Über eine Umsetzung dieses
Anliegens debattierten auf dem Gründungskongress im
Oktober 2002 in Berlin Frauen aus der ganzen
Bundesrepublik. Und bereits hier zeigte sich, dass
nicht nur berufstätige Frauen Kontakt untereinander
suchten, sondern dass sich auch Studierende, Mütter
und Seniorinnen vernetzen wollten. So haben sich
mittlerweile die verschiedensten Arbeitsgruppen
entwickelt, deren Aktivitäten zeigen, wie bunt und
vielfältig sich das Netzwerk heute präsentiert.

Im BusiNessClub arbeiten Frauen aus allen
Berufsfeldern zusammen, um sich gegenseitig dabei zu
unterstützen, im Job besser voranzukommen. Die beiden
Veranstaltungen der Gruppe im Juni und September
stießen auf großes Interesse und zogen
auch Besucherinnen an, die nicht im Netzwerk
organisiert sind. Die jeweiligen Fachvorträge während
der Treffen – der eine über die Situation der Frauen
in den Medien, der andere über den richtigen Small
Talk am Arbeitsplatz - wandten sich bewusst an Frauen,
die am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen.

Speziell um die Jüngeren geht es der Arbeitsgruppe
Generationen, die sich an die 18- bis 30-Jährigen
wendet. Vor allem Studentinnen sollen unterstützt
werden. Für sie will die AG eine Anlaufstelle sein, in
der sie sich untereinander vernetzen und Probleme
besprechen können, die bei der Wohnungssuche, im
Studium oder bei der Einbindung in die Gemeinde
auftauchen.

In der Familien-AG haben sich Frauen mit Kindern
zusammen gefunden. Für das kommende Jahr planen sie
den Aufbau eines Babysitternetzes, zudem sollen
Materialien zur Brit Mila zusammengestellt und
Veranstaltungen zu Themen wie Genforschung und
Pränataldiagnostik organisiert werden.
Mitstreiterinnen und ihre Kinder sind in der AG
herzlich willkommen.

Für die Kontakte zu Zeitungen und anderen Medien sowie
zu Organisationen ist die AG Öffentlichkeit zuständig.
Darüber hinaus organisieren die Frauen dieses Teams
Veranstaltungen, wie eine von der AG geleitete
Podiumsdiskussion mit allen Kandidatinnen vor der
letzten Repräsentantenwahl der Berliner Gemeinde.

Alle Netzwerkerinnen und Interessierte sind zum Jour
fixe willkommen, der alle vier bis sechs Wochen
stattfindet. Im Mittelpunkt dieser Treffen stehen
Vorträge, meist von Netzwerkerinnen selbst. Frauen aus
Politik, Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft stellen
ihre Arbeiten vor. Während des nächsten Jour fixe am
11. März wird Elvira Grözinger ihr Buch „Die schöne
Jüdin“ vorstellen, das sich mit der Darstellung von
jüdischen Frauen in der
Literatur beschäftigt. Ort und Zeit des Treffens
können Interessierte beim Netzwerk erfragen. Tel.:
61625761

Auch außerhalb Berlins beginnen Frauen, sich in
Regionalgruppen des Netzwerks zu organisieren. Ein
wichtiger Schritt, um diese Entwicklung zu forcieren,
wird das nächste Netzwerktreffen in München im
Frühjahr 2004 sein. Interessierte sind dazu wie zu
allen anderen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Die
einzelnen Arbeitsgruppen freuen sich ebenfalls über
neue, engagierte Mitstreiterinnen.

Informationen über das Netzwerk sind auch im Internet
zu finden: www.netzwerk-juedischer-frauen.de

Gunda Wöbken-Ekert/Gudrun Wilhelmy